Chronik des Kirchenchores St. Martinus-Cäcilia

Verfasser Berthold Mund

Wenn Sie zur Ergänzung der Chronik über weitere Informationen oder Bilder verfügen, oder eigene Erfahrungen aus der Geschichte des Kirchenchores beitragen wollen, so lassen Sie uns das bitte wissen. Wir sind für jeden Beitrag dankbar.

175 Jahre Chor und Kirchengesang zum Lobe Gottes
Der Lehrer ist zugleich Küster und auch Chorleiter
1832 sind die Anfänge des Kirchenchores nachweisbar
Ein ehemaliges Chormitglied erinnert sich
1891: Trennung von Schuldienst und Kirchendienst verfügt
100-jähriges Bestehen des Chores im Jahre 1932
Wiederaufnahme der Arbeit des Kirchenchores im Jahre 1978
Über die Mitgliederzahlen des Chores
Arbeit und Auftritte des Chores
Geselligkeit, ein äußerst wichtiger Bestandteil des Chores
Priester seit Bestehen des Chores
Die in der Pfarrchronik aufgeführten Küster und Chorleiter


175 Jahre Chor und Kirchengesang zum Lobe Gottes

Die Anfänge des Kirchenchores lassen sich zurückverfolgen bis in das Jahr 1832. In der Chronik der Pfarre D'horn finden sich hierzu Eintragungen, die aus dem "Erinnerungsblatt" von Josef Ossemann (Pfarrer in Schlich von 1924 - 1941) an die Feier des 100jährigen Bestehens des Kirchengesangvereins St. Cäcilia im Jahre 1932 stammen. Der nachfolgende Teil meiner Ausführungen stützt sich weitgehend auf die in der Pfarrchronik verzeichneten Angaben.

In Pfarrarchiven finden sich nur selten Nachrichten über die Pflege des Choralgesangs, des deutschen Kirchenliedes und über das Bestehen eines Kirchenchores. Allerdings können oft Rückschlüsse aus der Vermögensverwaltung gezogen werden, denn dort taucht bei den Ausgaben mehrere Jahre lang die Eintragung auf: "An Chursänger für einen Zapf ... 3 gld. 6 alb." Dies könnte möglicherweise besagen, dass einmal jährlich an die Chorsänger, die jeden Sonntag das Hochamt gesungen haben, für 3 Gulden und 6 Weißpfennige Getränke "gezapft" wurden.

Weil keine weiteren Nachrichten zu finden sind, darf man wohl annehmen, dass man sich auf den Gesang des Hochamtes (Choral) beschränkt hat, denn vom deutschen Kirchenliede lesen wir nichts.


Der Lehrer ist zugleich Küster und auch Chorleiter

Leiter des Chorgesangs war früher der jeweilige Küster, der gleichzeitig auch Lehrer war. So heißt es in der Anstellungsurkunde des Küsters Johann Arnold Labruier vom 28.3.1753: "ut cantum choralem perfecte addiscat - dass er den Choralgesang vollkommen erlerne."

Dieses Amt verbleibt bis 1830 bei den Söhnen der Familie Labruier. Zunächst übernimmt Johann das Amt von seinem Vater und dann folgt Wilhelm Labruier.


1832 sind die Anfänge des Kirchenchores nachweisbar

1828 hatte Lehrer Peter Büsch die Leitung der Schule übernommen und im Jahre 1830 übernimmt er die Stelle als Küster. Am 30.1.1832 quittiert er den Erhalt eines Honorars von 5 Thalern "für an hiesige Junggesellen und Mädchen im Jahre 1831/32 erteilten Unterricht im Gesange nebst selbst dabei gestellten Kerzen zur Abendzeit". Hier sind also die Anfänge eines Kirchenchores, ja wenn man will, sogar eines gemischten Chores nachweislich zu suchen.

Schon im Jahre 1833 wird Wilhelm Conrad Breuer Nachfolger von Lehrer Büsch. Denn im gleichen Jahr unterschreibt er als Küster und Leiter des Chores den Erhalt der Bezüge von 5 Thalern.

Im Jahre 1838 übernimmt Lehrer Heinrich Basqué die Führung des Küster- und Dirigentenamtes.

Ihm folgt 1844 Wilhelm Busch. Ob er allerdings den Chor geleitet hat, ist nicht festzustellen. Vielleicht hat auch Lehrer Breuer wieder für kurze Zeit den Chor geführt.

Erst im Jahre 1846 übernimmt der neue zweite Lehrer Franz Dinraths die Leitung des Kirchengesanges. Dies muss für den Chor aber keine erfolgreiche Zeit gewesen sein, da mancherlei Reibereien einen Teil der Mitglieder veranlasst, aus dem Chor auszuscheiden.

In der Folgezeit wechselt jeweils mit dem Amt des Küsters und Lehrers auch der damit verbundene Auftrag des Chorleiters. Es kommt zu Höhen, aber auch Tiefen in der Chorgeschichte und zu schwankenden Mitgliederzahlen.

Im Jahre 1867 übernimmt der aus D'horn stammende Lehrer Alfred Brück das Amt des Küsters und Chorleiters. Durch seinen Eifer bringt er den Verein wieder auf seine frühere Höhe. Der Chronist berichtet aus dem Jahre 1869: "Alle Mitglieder des Gesangvereins waren gut eingeübt und besaßen treffliche Notenkenntnisse. Es war der beste Gesangverein, der zu der Zeit fungierte".

Lehrer Brück wird im Jahre 1878 zum Leiter des Lehrerinnenseminars in Münstereifel berufen, so dass er leider unsere Pfarre verlässt und der Chor verwaist.

Nachfolger von Alfred Brück im Schulamte wird Lehrer Heinrich Plum, der nun den Chor übernimmt und bis 1891 leitet.


Ein ehemaliges Chormitglied erinnert sich

Frau Margarete Kick aus der Paradiesstaße in Schlich, die - wie schon ihre Eltern - selbst viele Jahre Mitglied des Chores war, berichtet:

"1886 gab es den Männerchor, der sonntags das lateinische Hochamt sang sowie die Vesper und die Komplet. Daneben gab es den Jungfrauenchor, dem nur unverheiratete Frauen angehörten. Dieser Chor sang getrennt vom Männerchor, besonders im Monat Mai und an anderen Marienfesten. Es wurde getrennt geprobt und nur zu besonderen Anlässen, zu Weihnachten, Palmsonntag, Ostern, Pfingsten usw. sangen beide Chöre gemeinsam. Vorher wurde je dreimal gemeinsam geprobt."


1891: Trennung von Schuldienst und Kirchendienst verfügt

Im Jahre 1891 wird von der Schulbehörde eine Trennung von Kirchendienst und Schuldienst verfügt. Daher muss auch die Pfarre D'horn einen eigenen Küster und Organisten anstellen, dem natürlich auch die Sorge um den Kirchengesang obliegt.

Die Kirchengemeinde stellt als ersten Küster Herrn Wilhelm Dollhausen an, der bis 1900 den Dienst in der Kirche versieht und sich auch um den Chor recht viel Mühe gibt.

Besonders hervorzuheben sind die Verdienste des Vikars und späteren Pfarrers und Dechanten von D'horn Johannes Schmitz (1887 - 1905). Er wird zum geistlichen Führer des Chores bestimmt und übt so einen günstigen Einfluss auf den Gesang und auch auf die Mitglieder aus. Es scheint, dass sich der Verein fester zusammenfügt, denn wir finden die ersten Statuten, die wahrscheinlich durch die Entstehung des "Allgemeinen Deutschen Cäcilienvereins" verursacht werden.

Als 1900 Herr Dollhausen als Organist nach Steele an der Ruhr zieht, folgt ihm für zwei Jahre Heinrich van der Meulen.

Dieser wird 1902 abgelöst von Joseph Viehöver, der bis zu seiner Pensionierung 1922 diesen Dienst versieht.
Um diese Zeit wird das Amt des Organisten von dem des Küsters getrennt, was jedoch nicht immer so geblieben ist. Organist und Chorleiter wird 1922 Herr Franz Olefs, der dieses Amt bis zum 31.5.1956 verwaltet.

Fotos vom Chor aus der Zeit von 1922 -1956 unter der Leitung von Franz Olefs.

Hier von einem Ausflug an den Rhein.

Alle in bester Laune.

Der Chor 1928 auf einem Ausflug.

Die Männer ...

... und die Frauen.


100-jähriges Bestehen des Chores im Jahre 1932

Aus dem Erinnerungsblatt an die Feier des 100-jährigen Bestehens des Kirchengesangsvereins "St. Cäcilia" der Pfarre D'horn von Pfarrer Josef Ossemann stammt die folgende Aufzeichung der Festfolge aus dem Jahre 1932:

Samstag, den 7. Mai, abends 7 Uhr: Festgeläute.

Sonntag, den 8. Mai, morgens 6 Uhr: Heilige Messe mit gemeinschaftlicher Kommunion der Aktiven, Inaktiven und Ehrenmitglieder.

9 Uhr: Antreten an der Vikarie in Schlich zum gemeinsamen Kirchgang zum Festhochamt, das um 9.30 Uhr in der Pfarrkirche zu D'horn von Hochwürden Herrn Domkapitular Jansen, Aachen, gehalten wird.

Anschließend Festzug nach Merode, woselbst im Lokale Bartz Ehrung des Vereins und der Jubilare sein wird.

2 Uhr: Kirchenmusikalische Andacht in der Pfarrkirche zu D'horn. Nachher Aufstellung zum Festumzuge in D'horn und Abmarsch nach Schlich zum Lokale Fink. Daselbst große Festversammlung mit gesanglichen und musikalischen Darbietungen der befreundeten Vereine.

Montag, den 9. Mai: 7 Uhr: Seelenamt für die verstorbenen Präsides, Dirigenten, Aktiven, Inaktiven und Ehrenmitglieder.

Nach der Rückkehr aus der Evakuierung 1945 waren vorerst keine Chorproben mehr. Viel später, nach den Aufräumarbeiten, dachte man wieder ans Singen. Und als es dann soweit war, taten sich Männer- und Frauenchor zusammen. Jetzt konnten auch verheiratete Frauen dem Chor beitreten. Dies geschah noch unter der Leitung des Organisten und Chorleiters Franz Olefs."

Sein Nachfolger wird ab dem 1.6.1956 Herr Johann Cremer, der 1962 nach Jakobwüllesheim verzieht. Aufgrund verschiedener Missverständnisse und Vorkommnisse zwischen Chorleiter, Sängern und schließlich auch dem Pfarrer werden im Januar 1962 die Chorproben eingestellt. Die Arbeit des Kirchenchores ruht nun bis zum 21. Juni 1978. Hierüber wird später noch zu berichten sein.


Der Chor 1958

1. Reihe (vorn, von links):
J. Cremer A. Dahmen, K. Kuckoff, M. Rosarius, J. Glasmacher, Leo Bein (sitzend, 60 Jahre Chormitglied), F. Dienstknecht, Gysemann, K. Wamig, Pfarrer Heinrich Schmitz

2. Reihe:
W. Weiß, G. Schavier, K. Tönnes, Ch. Porschen, H. Rosarius, Ch. Schavier, R. Wilz , E. Bein, Gysemann, Ch. Johnen, E. Hecker

3. Reihe:
W. Krieger, J. Floßdorf, Th. Uerlings, P. Merkens, J. Korf, P. Rosarius, Spölgen, J. Lothmann, H. Spiehs, P. Großmann, J. Bauer

4. Reihe:
M. Glasmacher, H.-J. Floßdorf, J. Schwalbach, H. Kuckertz, M. Krieger, P. Biergans, J. Schumacher, P. Gast, J. Spölgen, L. Kuck, H. Krieger, H. Schwalbach

Chorausflug in die Eifel 1959

Natürlich wurde auch gesungen ...

... und gewandert. (Hier im Felsenrundgang bei Nideggen.)

Im Mai 1972 übernimmt Herr Simon Kuckertz die Stelle des Organisten und Küsters und ab 1978 auch des Chorleiters. Herr Kuckertz tritt wegen Krankheit zum 31.7.2000 in den Ruhestand.


Wiederaufnahme der Arbeit des Kirchenchores im Jahre 1978

Wie oben erwähnt, stellte der Kirchenchor im Januar 1962 die Chorproben ein. So fehlte besonders bei Hochfesten in der Kirche ein wesentliches Element zur Gestaltung und Verschönerung der Gottesdienste. Daher beschloss der Pfarrgemeinderat im Jahre 1978, alle Anstrengungen zu unternehmen und den Chor neu zu beleben. Der Küster und Organist, Herr Kuckertz, war sofort bereit, die Aufgabe eines Chorleiters zu übernehmen. Nun galt es noch, Herrn Pfarrer Johannes Heinrich Schmitz zu überzeugen. Dies hatten sich der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Herr Hans Lipperts und sein Stellvertreter, Herr Berthold Mund, während der Wallfahrt zum Grab des hl. Matthias in Trier vorgenommen. Beim gemeinsamen Mittagessen mit Pfarrer Schmitz im Kolpinghaus wurde das Gespräch in diese Richtung gelenkt und sehr bald war der Pfarrer mit den beiden der Meinung, dass eigentlich zu jeder Kirchengemeinde auch ein Kirchenchor gehöre. So kam es schon am 21. Juni 1978 zur Gründungsversammlung, an der 28 Damen und Herren aus der gesamten Kirchengemeinde teilnahmen. Darunter waren auch eine Reihe früherer Mitglieder des Kirchenchores, die froh darüber waren, dass endlich wieder gesungen wurde. Und schon beim Patrozinium im November des gleichen Jahres konnte der Chor den Gottesdienst mitgestalten.

Während verschiedener längerer Zeiten der Erkrankung von Herrn Kuckertz bzw. als er wegen eines Dienstunfalls 1980 für längere Zeit nicht in der Lage war, den Chor zu leiten, übernahm Herr Peter Brück aus Mariaweiler die Vertretung und führte so die Proben und Auftritte fort.

Zunächst nannte der Chor sich in Anlehnung an den Namen der Pfarre: "St. Martinus - Chor". Doch die Jahreshauptversammlung beschloss am 23.1.1980 die Benennung des Chores um den früheren Namen zu erweitern. Daher heißt unser Kirchenchor seit dieser Zeit:

"Kirchenchor St. Martinus-Cäcilia".

Am 21.7.2000 wird Frau Marie Czarnecki-Cierplikowski in das Amt der Organistin, Chorleiterin und Küsterin eingeführt.


Über die Mitgliederzahlen des Chores

Wie viele Sänger oder Sängerinnen der Kirchenchor in der Anfangszeit zählte, ist in der Chronik nicht festgehalten. Erst im Jahre 1871 werden Zahlen genannt. Damals gehörten 29 Sänger zum Chor, und zwar 16 aus Merode, 2 aus Obergeich und 11 aus Schlich.

Im Jubiläumsjahr 1932 hatte der Chor 38 aktive Mitglieder und 35 inaktive sowie 4 Ehrenmitglieder.

Heute gehören dem Chor 41 aktive Mitglieder sowie 52 inaktive Mitglieder, davon 7 Ehrenmitglieder.


Arbeit und Auftritte des Chores

Aus dem vorhandenen Bestand an Noten kann in etwa erkannt werden, was der Chor im Laufe eines Jahres gesungen hat. Neben Choralhochämtern wurden Messen verschiedener Komponisten sowie mehrstimmige Motetten gesungen. So heißt es in der Pfarrchronik: "Für einen Chor auf dem Lande, der unter manchen Schwierigkeiten zu leiden hat, doch immerhin eine ganz respektable Sammlung. Dass der Chor auch an der Bildung des Volkes arbeitet, geht daraus hervor, dass er alljährlich Volksunterhaltungsabende veranstaltet. So kommt es, dass das Ansehen des Chores in der Gemeinde ein großes ist."

Erster Auftritt beim Patrozinium im November 1978. Dass der Chor die Gottesdienste zu Weihnachten, Ostern und Pfingsten mitgestaltet, ist ganz selbstverständlich. Außerdem singt der Chor regelmäßig bei den Gottesdiensten zur Erstkommunion, zu Karfreitag, dem Patrozinium und an mehreren Sonntagen im Laufe des Jahres sowie zu allen besonderen Anlässen in der Kirche. An folgende sei hier erinnert: die Beerdigung von Pastor Johannes Heinrich Schmitz 1982, die Einführungsgottesdienste von unseren Pastören Hubert Müllers und Heinrich Wolters, das 25- und 40jährige Priesterjubiläum von Pfarrer Laurentius Kunambi oder das goldene Priesterjubiläum von Dechant Hermann Kaiser sowie die Primizfeiern unserer jungen Priester Axel Lautenschläger und Rainer Mohren sowie 2001 bei der Beerdigung von Pfarrer Heinrich Wolters. Am 15.9.2002 sang der Chor beim Festgottesdienst zur Diamantenen Profess von Herrn Pater Teunissen, dem derzeitigen Präses des Chores, und erfreute ihn anschließend bei der Feier im Pfarrheim mit mehreren Liedern.

Darüber hinaus trat der Kirchenchor bei vielen weiteren Gelegenheiten in unserer Gemeinde und auch außerhalb auf. Nachfolgend werden einige dieser Auftritte aufgezählt:

26.4.1980 / 20.11.1982 und 20.10.1984: Gesangsvorträge bei den Gemeinschaftsveranstaltungen der kulturtreibenden Vereine in der Gemeinde Langerwehe in der Kulturhalle.

Am 19.10.1985 sang der Chor in Langerwehe bei der Partnerschaftsfeier mit den Gästen aus Exmouth.

Mitgestaltung der Kirchenkonzerte in unserer Pfarrkirche am 5.4.1981 / 25.3.1983 und 17.3.1985.

Am 5.11.1983 sang der Chor neben anderen Chören aus der Gemeinde Langerwehe beim großen Konzert: "Von der Pußta möcht' ich träumen".

Auch bei Goldhochzeiten oder den Jubiläumsfeiern der verschiedenen Ortsvereine sowie bei den Seniorennachmittagen wurde der Chor immer wieder gebeten zu singen.

Auf Wunsch des Männerquartetts Lamersdorf 1954 sang der Kirchenchor am 27.9.1986 beim Chorkonzert in der Aula der Hauptschule Inden.

Am 23./24.5.1987 besuchte unser Chor den Gesangverein "Polyhymnia" in Fijnaart (Holland) und sang bei dessen Konzert mit sowie beim Gottesdienst am nächsten Morgen. Der Gegenbesuch des Gesangvereins Polyhymnia, verbunden mit einem gemeinsamen Konzert im Saal Behrendt, erfolgte im Mai 1989. Ein weiterer Besuch in Fijnaart und gemeinsames Konzert fand am 22./23.6.1991 statt. Auch beim Jubiläumskonzert im Jahre 2000: "25 Jahre Männergesangverein Schlich" trat der Kirchenchor auf. Im Jahre 2001 sang der Chor im Krankenhaus Düren und 2002 beim Gottesdienst zum Jubiläum im Kloster der Karmelitinnen in Düren.

Dass der Kirchenchor sich auch bei allen Wiesenfesten und dem Osterbasar beteiligt, versteht sich von selbst.


Geselligkeit, ein äußerst wichtiger Bestandteil des Chores

Neben der regelmäßig in jeder Woche stattfindenden Probenarbeit gehört von Anfang an die Geselligkeit mit zum festen Bestandteil des Chores. Dazu zählt vor allem die Feier des Cäcilienfestes am 22. November. Am Namensfest der Patronin aller Kirchenchöre wird beim Gottesdienst gesungen und anschließend im Pfarrheim gefeiert. Alljährlich wird seit der Wiederaufnahme der Probenarbeit 1978 ein gemeinsamer Ausflug in die nähere und weitere Umgebung durchgeführt. In der Regel steht im ersten Teil etwas Kulturelles, z. B. eine Besichtigung auf dem Programm, ehe der Tag mit Musik und Tanz ausklingt. Die Tagesfahrten führten an die Ahr, die Mosel und den Rhein und auch in die Eifel sowie den Biggesee oder ins Ittertal bei Solingen und Burg an der Wupper. Es wurden nicht nur besondere Städte, Gebäude, Kirchen und Burgen besichtigt, sondern auch eine Orgelbaufirma in Hellenthal oder das Klingenmuseum in Gräfrath. Außerdem stehen in jedem Jahr Familienwandertage auf dem Programm sowie kurze Fahrradtouren jeweils am Tag der Probe während der Sommerferien.

Seit 1979 veranstaltet der Chor für seine Mitglieder sowie Freunde und Gönner Karnevalsfeiern mit Auftritten eigener Kräfte, die einem professionellen Programm in nichts nachstehen. Hinzu kommt seit den letzten Jahren ein zünftiges Oktoberfest.

Anlässlich des 10jährigen Wiederbestehens des Kirchenchores wurde vom 17. bis 19.6.1988 eine Fahrt nach Kopenhagen durchgeführt. Am Sonntag sangen der Chor beim Gottesdienst in der St. Augustin-Kirche in Kopenhagen.

Vom 17. - 19.6.1992 ging die Reise nach München. Der Chor sang samstags beim Abendgottesdienst, den der Präses, Herr Dechant Müllers, zelebrierte. Nach dieser Fahrt, die allen so gut gefallen hatte, stand fest, dass künftig alle zwei Jahre am ersten Wochenende der Sommerferien eine dreitägige Fahrt gemacht werden sollte.

Am 24.6.1994 ging die Dreitagesfahrt nach Berneck-Altensteig im Schwarzwald. Im Juli 1996 reiste der Chor nach Eisennach, Weimar und Erfurt. Nach Bodenteich in der Lüneburger Heide führte die Fahrt im Juni 1998. Von Weschnitz aus besuchte der Kirchenchor im Jahr 2000 Heidelberg und Erbach, Michelstadt, Miltenberg und Amorbach im Odenwald. Im Jubiläumsjahr 2002 ging die Reise nach Straßburg und Colmar, die Weinstraße mit vielen schönen Orten und Speyer, wo eine Domführung auf dem Programm stand.

Bei all diesen Veranstaltungen nehmen nicht allein die aktiven Mitglieder des Chores teil, sondern auch die inaktiven. Freunde und Gönner sind bei diesen Fahrten stets herzlich willkommen.



Priester seit Bestehen des Chores

1474 beginnt die Auflistung der Priester in der Pfarre. Bis zur Gründung des Chores gab es 16 Priester.

Der 17. Priester der Pfarre war von 1818 - 1868 Martinus Joseph Schiffers

18.) 1868 - 1887 Joseph Isseler
19.) 1887 - 1905 Johannes Schmitz
20.) 1905 - 1908 Johannes Theo Hubert Bartz
21.) 1908 - 1915 Josepoh Trockel
22.) 1915 - 1924 Johannes Fürdens
23.) 1924 - 1941 Josef Ossemann
24.) 1941 - 1948 Dr. Bruno Selung
25.) 1948 - 1982 Johannes Heinrich Schmitz
26.) 1983 - 1992 Hubert Müllers
27.) 1993 - 2001 Heinrich Wolters
28.) 2002 - 09/2003 Pater Arnold Antoon Teunissen S.S.S. als Pfarradministrator
29.) 2003 - 2013 Pastor Bernhard Gombert
30.) seit 2014 Pastor Heinz Portz


Die in der Pfarrchronik aufgeführten Küster und Chorleiter

1753 Johann Arnold Labruier
1773 Sohn Johann Labruier
1819 bis 1830 Das Amt bleibt in der Familie Labruier, zuletzt Wilhelm Labruier
1830 Peter Büsch
1833 Wilhelm Conrad Breuer
1838 Heinrich Basqué
1844 Wilhelm Busch
1846 Franz Dinraths
1867 Alfred Brück
1878 Heinrich Plum
1891 Verfügung des Schulamtes, den Kirchendienst vom Schuldienst zu trennen. Bis dahin waren die Küster auch gleichzeitig Organisten, Chorleiter und Lehrer.
1891 Wilhelm Dollhausen
1900 Heinrich van der Meulen
1902 Joseph Viehöver
1922 Franz Olefs
1956 Johann Cremer
1972 Simon Kuckertz
seit 2000 Marie Czarnecki-Cierplikowski